Wasserschaden | Computerhilfe Hamburg Laptop Macbook Notebook

© 2018 by Nico Keller

Wasserschäden sind Grundsätzlich immer tückisch, da man nicht weiß, was beschädigt ist/wurde. Man muss erstmal den Wasserschaden beheben mit speziellen Mitteln, damit keine Kurzschlüsse entstehen und im weiteren Verlauf auch keine Korrosion bzw. Rost, was sonst nicht reparabel Schäden verursachen würde.
Das Gerät weder benutzen, aufladen oder ähnliches.
Jede Nutzung des Gerätes verursacht Kurzschlüsse und somit Schäden!

  • Laptop/MacBook/Notebook: pauschal 50€

  • Smartphone: pauschal 30€

1) Falls möglich den Akku entfernen oder das Netzkabel ziehen
2) Gerät umdrehen, dass eingelaufene Flüssigkeit ablaufen kann
3) Gerät nicht mehr einschalten oder laden, um schlimmere Schäden zu vermeiden
> Bei Wasserschäden kann man grundsätzlich keine Garantie darauf geben, ob dies Erfolg hat!

Informationen (in ähnlicher Form für ebenso für Laptops):

Wieso macht Wasser das Handy kaputt?

Wie viele aus dem Physikunterricht wissen, enthält Wasser, das uns täglich umgibt, gelöste Mineralien, die der Flüssigkeit ihre Leitfähigkeit verleiht. Befindet sich eine leitfähige Flüssigkeit zwischen zwei Kontakten, dann entspricht die Flüssigkeit einem Widerstand, den man zwischen beiden Kontakten geschaltet hat. Die Folge ist, dass Signale verfälscht werden, am falschen Ort ankommen oder gar nicht erst gebildet werden können. Das würde das Gerät destabilisieren, macht es aber noch lange nicht kaputt.

Wenn Ihr Handy ins Wasser gefallen ist, ist guter Rat teuer. Was ist zu tun und können Sie den Ratschlägen im Internet trauen? Hilft bei einem Wasserschaden am Smartphone eine Handyreparatur oder ist das Handy verloren? In diesem Ratgeber erfahren Sie, was als Erste Hilfe gut ist und was Sie nicht tun sollten.

 

Im Internet liest man immer wieder von verzweifelten Smartphone-Nutzern, deren Telefon ins Wasser oder oft auch in die Toilette gefallen ist. Schämen muss sich dafür niemand, denn das kann schnell passieren. Auch wenn das geliebte Smartphone nach dem Entfernen aus dem Wasser oft noch funktioniert, versagt es meist nach wenigen Sekunden oder spätestens Minuten den Dienst. Das ist oft eine mittlere bis große Katastrophe für den Smartphonebesitzer. Denn heute ist das Handy nicht nur zum Telefonieren da, sondern enthält zahlreiche Daten, auf die die wenigsten verzichten können oder wollen.

Als Erste Hilfe wird oft eine Suche im Internet durchgeführt. Die dortigen Tipps sind meist schnell umzusetzen. Aber tun diese auch dem Smartphone gut? Viele Nutzer fragen sich auch, ob eine Handyreparatur bei einem Wasserschaden möglich ist. In diesem Ratgeber erhalten Sie Tipps vom Spezialisten, der täglich Smartphones repariert und genau weiß, worauf es ankommt.

Im Internet findet man auch eine Menge „Tipps“, die für das Smartphone oft nicht hilfreich sind, warnt der Smartphone-Experte Jörg Balters.

 

Beispielsweise wird geraten:

Bitte nicht nachmachen

  • Telefon in Reis legen

  • Telefon zurücksetzen

  • Unter dem Wasserhahn gründlich ausspülen (das Salz muss raus!)

  • Trocknen lassen, mehrere Tage lang, am besten auf der Heizung

  • Wenn es ganz getrocknet ist mit dem Computer verbinden

  • „Du hättest es gleich Föhnen müssen und dann für 2 Tage in Reis einlegen“

  • Bei 50° Umluft für 30 Minuten in den Backofen legen.

  • Zwei Minuten in die Mikrowelle (Achtung Lebensgefahr!)

  • 48 Stunden warten

  • Mit destillierten Wasser richtig waschen (ohne Seife)

  • und vieles mehr
     

Gut gemeinte Tipps können bei Wassereintritt dem Smartphone schaden

Alle diese Ansätze sind gut gemeint, aber sie sind nicht gut. Bitte nutzen Sie keinen der oben aufgeführten „Selbsthilfe-Tipps“, denn dadurch verursachen Sie im schlimmsten Fall einen noch größeren Schaden.

Ist das Telefon in Salzwasser gefallen, geht beim abspülen oder waschen mit Wasser das meiste Salz zwar ab, aber Wasser ist auch nicht besser. Die Gefahr, dass dabei noch mehr Wasser ins Telefon gelangt, ist viel zu hoch.

Der Tipp mit dem Reis hält sich schon über Jahre. Allerdings hilft es nicht, wenn Sie das Smartphone nur in Reis legen. Das Wasser ist im Telefon und kommt da nicht so leicht raus. Durch die Feuchtigkeit bildet sich im Telefon eine schöne „Flora und Fauna“, die chemische Reaktionen auslöst. Die verschiedenen Komponenten im Inneren des Telefons fangen an zu korrodieren, schimmeln oder andere Reaktionen entstehen. Kommen noch Bakterien hinzu, beispielsweise weil das Telefon in die Toilette gefallen ist, dann kann der Reis diese Vorgänge nicht ausreichend stoppen. Eine Spontanheilung ist in der Regel ausgeschlossen.

Auch das Behandeln mit den sogenannten „Wasserschaden Sets“ oder mit einem „Rettungspaket“ bietet keine Garantie dafür, dass der Wasserschaden damit beseitigt wird.

 

Kurzschluss ist die beste Medizin für das Wasserschaden-Smartphone

Im Idealfall bekommt der Akku sofort einen Kurzschluss. Auch wenn sich das erst einmal komisch anhört, wäre das der beste Schutz vor weiteren Beschädigungen. Denn aktiver Strom in Verbindung mit Wasser erzeugt nur weitere Schäden an der Hardware des Geräts.

So gehen Sie bei einem Wasserschaden am besten vor

Sie können den Schaden an Ihrem Smartphone mit der richtigen Vorgehensweise minimieren. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob Sie ein iPhone von Apple nutzen, oder der Wasserschaden an einem Smartphone von Samsung, HTC, Huawei oder anderen Herstellern eingetreten ist. Auch das Betriebssystem ist bei einem Wasserschaden nebensächlich. So sollten Sie vorgehen, wenn Wasser in Ihr Handy eingetreten ist:

1. Schalten Sie das Telefon als Erstes aus. Schließen Sie das Smartphone auf keinen Fall an den Computer an, um beispielsweise noch schnell eine Datensicherung anzulegen oder das Gerät zurücksetzen. Dafür ist es jetzt zu spät. Beim Zurücksetzen gehen zudem Ihre Daten verloren.

 

2. Entfernen Sie sofort den Akku aus Ihrem Smartphone, sofern das bei Ihrem Modell möglich ist. Leider sind bei vielen Smartphones die Akkus heute fest verbaut, sodass Sie den Akku nicht entfernen können. Öffnen Sie den Deckel des Handys, wenn möglich. Trocknen Sie das Smartphone mit einem Tuch vorsichtig ab.

 

3. Ab jetzt zählt jede Sekunde. Bringen Sie das Smartphone im Idealfall sofort in eine Werkstatt Ihrer Wahl und lassen Sie den Wasserschaden von einem Spezialisten beseitigen.

 

4. Ist das kurzfristig nicht möglich, dürfen Sie das Smartphone jetzt gerne in Reis legen. Reis hat in der Tat die Eigenschaft, Feuchtigkeit in der Umgebung aufzunehmen. Allerdings wird dadurch das Wasser im Inneren des Telefons nicht getrocknet, weshalb eine Wunderheilung ausbleibt. Geben Sie den Reis am besten in einen Plastikbeutel und legen Sie das Telefon hinein. Der Reis hilft allenfalls zur Überbrückung, bis Sie das Smartphone im Service abgeben.

 

Bringen Sie das so gelagerte Smartphone schnellstmöglich in eine Werkstatt. In einem Zeitraum von ein bis zwei Tagen ist eine erfolgreiche Reparatur am wahrscheinlichsten. Mit jedem weiteren Tag sinkt die Erfolgsquote erheblich. Nach ein bis zwei Wochen ist die Reparatur, je nach Flüssigkeit und Dauer des Kontakts, so gut wie unmöglich.

Ambitionierte Nutzer könnten natürlich auch auf die Idee kommen, den Wasserschaden selber zu beheben. Um dies erfolgreich zu bewältigen, muss das Telefon erst einmal geöffnet werden. Das ist leider bei den meisten aktuellen Smartphones nur noch bedingt oder nur mit speziellem Werkzeug möglich. Hat man dieses nicht zur Hand, verliert man nur unnötige Zeit und das Wasser kann weiter seine Arbeit verrichten.

Was macht der Fachmann mit dem Smartphone?

Die Werkstatt wird das Telefon umgehend öffnen und als Erstes den Akku trennen. Dann werden alle Verbindungen getrennt und die Komponenten ausgebaut. Je nach Telefon kommen da schnell mal 20-30 Teile zusammen.

Anschließend werden alle Teile gründlich mit speziellen Lösungen gereinigt und danach einzeln getrocknet.

Ist die Trocknung erfolgt, kann es wieder zusammengebaut werden. Erst jetzt kann man feststellen, welche Komponenten durch den Wasserschaden beschädigt sind. Der Akku ist in den meisten Fällen nicht mehr zu gebrauchen. Auch das Display bleibt in vielen Fällen nicht unbeschadet, kann jedoch häufiger wieder verwendet werden, als man vielleicht vermuten würde.

Warum ist eine solch gründliche Reinigung notwendig?

Ist erstmal Korrosion entstanden, entstehen leicht Brücken von einem Bauteil zum anderen. Darüber kann Strom von einem Bauteil auf ein anderes übertragen werden. Das führt zwangsläufig zu einem Kurzschluss, der den Schaden erhöht.

 

Sie können Datenverlust vorbeugen

Nicht nur in Bezug auf einen Wasserschaden können Sie einem möglichen Datenverlust vorbeugen. Der wichtigste Punkt ist hier wohl ein Backup, welches Sie regelmäßig anfertigen sollten. Beispielsweise können Sie Apple-Geräte wie das iPhone oder iPad sehr komfortabel sichern. Wir zeigen Ihnen in einer Anleitung, wie Sie ein Backup für Ihr iPhone oder iPad auf Ihrem Computer oder Mac anlegen. Auch für Android-Geräte können Sie eine Datensicherung anlegen. Das Backup hilft nicht nur bei einem Wasserschaden, sondern auch bei anderen Hardware-Ausfällen oder dem Verlust des Smartphones. Denn oft sind die Daten wertvoller als das Smartphone. Nicht zuletzt deshalb, weil persönliche Daten ohne ein Backup nicht ersetzbar sind.

So ärgerlich ein Wasserschaden auch ist, ein schnelles und besonnenes Handeln kann große Schäden verhindern und Daten retten.